Estland positioniert sich als JOMO-Destination

Ein großes, hellgelbes Gebäude mit einer symmetrischen Fassade ist von Bäumen und Gärten unter einem bedeckten Himmel umgeben. Drei Autos sind vor dem Eingang geparkt.

Estland bewirbt sich als Gegenpol zum beschleunigten Alltag. Das Land an der Ostsee adressiert Reisende, die bewusst aus dem digitalen Takt aussteigen möchten. Die Tourismusorganisation verweist auf eine Kombination aus Inseln, Moorlandschaften, Wäldern und designorientierten Unterkünften, die gut erreichbar und zugleich wenig überlaufen sind. Das Spektrum reicht von Naturvillen und Bio-Bauernhöfen bis zu stillen Stränden. JOMO – „Joy of Missing Out“ – wird als gelebtes Lebensgefühl beschrieben, nicht als kurzfristiger Trend.

Saaremaa und Muhu: Rückzug auf den Inseln

Auf den Inseln Saaremaa und Muhu rücken Kiefernwälder, salzhaltige Meeresluft und kleine Dörfer in den Mittelpunkt. Wer hier ankommt, erlebt eine Umgebung, in der der Alltag in den Hintergrund tritt und der Fokus auf Ruhe und Natur liegt. Das HOIA Nature Spa liegt abgeschieden zwischen Wacholderbäumen und verbindet Wellness mit klarem, reduziertem Design. Die individuell gestalteten Holzvillen verfügen über private Saunen und großzügige Fensterflächen, die den Blick in die Landschaft öffnen und den Tagesverlauf sichtbar machen. Nur wenige Kilometer entfernt befinden sich die ÖÖD Hotels Pilguse – kleine, spiegelverglaste Häuser, die sich unauffällig in die Umgebung einfügen und Übernachtungen mitten in der Natur ermöglichen.

Vier Personen gehen auf eine traditionelle hölzerne Windmühle in einem grasbewachsenen Feld zu, während in der Ferne bei klarem Himmel eine weitere Windmühle zu sehen ist.

Gäste erleben hier eine besondere Form des Rückzugs, da die Architektur die Geräusche des Waldes und das natürliche Licht in den Mittelpunkt stellt. Kulinarisch wird der Aufenthalt durch das Restaurant SõrweKöök ergänzt, das regionale Zutaten in wechselnden Gerichten verarbeitet. Auch Weinfreunde kommen auf ihre Kosten: Im Luscher & Matiesen Winehouse wird Wein aus der Region ausgeschenkt, der einen Eindruck vom Terroir der Insel vermittelt. Wer seinen Aufenthalt verlängern möchte, kann im WUUD Stay nahe dem Pädaste Manor übernachten, das für seine Lage und seinen Anschluss an die Inseltradition bekannt ist. So entsteht auf Saaremaa und Muhu ein vielseitiges Angebot, das Naturerlebnis, Kulinarik und Übernachtung miteinander verbindet.

Nordestland: Architektur und Abgeschiedenheit

Nordestland kombiniert naturnahe Abgeschiedenheit mit klarer, moderner Architektur. Die Maidla Nature Villas liegen eingebettet zwischen Wäldern und Moorlandschaften und bieten ihren Gästen Rückzugsmöglichkeiten in unterschiedlichen Varianten. Einige der preisgekrönten Villen sind mit einer eigenen Sauna ausgestattet, andere stehen auf hölzernen Stegen über dem Wasser und ermöglichen einen direkten Blick auf die umgebende Natur. Die Architektur ist bewusst reduziert gehalten und richtet den Fokus auf den Kontrast zwischen Innenraum und Landschaft. Treehouse Estonia bietet eine alternative Form der Übernachtung: Hier schlafen Gäste in Baumhäusern, die hoch über dem Waldboden gebaut sind und so ein unmittelbares Naturerlebnis schaffen, bei dem Geräusche, Licht und Wetter intensiv wahrgenommen werden. Ergänzend dazu befinden sich die Hara Igloos nahe Lahemaa, einem Ort mit historischem Bezug. Sie stehen in der Nähe einer ehemaligen sowjetischen U-Boot-Basis, was der Anlage eine besondere Atmosphäre verleiht und den Aufenthalt um eine geschichtliche Dimension erweitert. Auf diese Weise verbindet Nordestland architektonische Konzepte mit landschaftlicher Abgeschiedenheit und gibt Besuchern Raum, zur Ruhe zu kommen.

Eine kleine, geschwungene Hütte mit großen Bogenfenstern, schwarzen Schindeln und mehreren schwarzen Sitzsäcken auf einer von Grün umgebenen Holzterrasse.

Südestland: Einfachheit als Konzept

Südestland zeigt eine besonders ursprüngliche Seite des Landes. Die sanft geschwungene Landschaft und die unberührte Natur bilden den Rahmen für Unterkünfte, die auf Schlichtheit setzen. Die Kodas Igloo Houses liegen direkt am Flussufer und bestehen aus kleinen Holzkugeln, in denen Gäste übernachten. Durch die Nähe zum Wasser entstehen Eindrücke, die den Aufenthalt prägen – das stetige Plätschern des Flusses begleitet den Tag und die Nacht. Kochen über offenem Feuer ist Teil des Erlebnisses und verstärkt das Gefühl, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wer den landwirtschaftlichen Alltag aus nächster Nähe erleben möchte, findet auf der Anzelika Organic Farm einen Einblick in ein Leben, das sich am Rhythmus der Natur orientiert und ohne überflüssige Ablenkungen auskommt. Ein weiterer Ort für eine bewusste Auszeit ist das Allikukivi Weingut. Hier wird Glamping mit Aktivitäten in der Natur verbunden: Tageswanderungen durch die umliegenden Wälder führen zurück zur Unterkunft, wo am Abend eine Weinverkostung lokaler Traubensorten im historischen Gutshaus angeboten wird. Südestland legt damit den Schwerpunkt auf Einfachheit, Naturbezug und regionale Erlebnisse, die sich über den gesamten Aufenthalt hinweg fortsetzen.

Hiiumaa, Westküste und Tallinn: Optionen für Ruhesuchende

Auf Hiiumaa befinden sich das Hõbekala Guesthouse in Meeresnähe und das Hiiessaare Beach House an einem wenig frequentierten Strand. An der Westküste ermöglichen die Glaskuppeln der Peetri Farm nächtliche Himmelsbeobachtung. In Haapsalu kombinieren die Mini-Villen von Marienholm skandinavische Formensprache mit der Umgebung. Auch Tallinn wird mit stillen Angeboten verknüpft: traditionelle Sauna-Rituale im Harmoonikum, Spaziergänge im Paljassaare Naturreservat sowie schwimmende Saunen im Iglupark mit Hafenblick.

Ein Baumhaus mit beleuchteten Fenstern und Treppen schmiegt sich nachts zwischen die Bäume, umgeben von Laub und warmen Lichtern, die die Stufen umranden.

Naturaktivitäten: Moorpfade, Tier- und Vogelbeobachtung

Estlands Natur wird nicht nur als Kulisse verstanden, sondern aktiv erlebbar gemacht. Zu den charakteristischen Angeboten gehören Wanderungen auf hölzernen Moorpfaden, die durch die Landschaften von Kakerdaja, Meenikunno und Hüpassaare führen. Diese Wege ermöglichen es, sich sicher durch empfindliche Ökosysteme zu bewegen und dabei die besondere Stille der Moore wahrzunehmen. Neben dem Wandern gehört auch Wassererleben dazu: Kanu-Touren auf stillen Flussabschnitten bieten die Gelegenheit, Biber in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Vor den Malusi-Inseln werden zudem Robbenbeobachtungen angeboten, bei denen die Tiere aus respektvoller Distanz beobachtet werden können. Für Vogelinteressierte hat Estland mehrere Beobachtungstürme, darunter Haeska und Vana-Pärnu. Sie gelten als gute Standorte, um Watvögel, Kraniche und Seeadler zu sehen und damit einen Eindruck von der Vielfalt der estnischen Vogelwelt zu erhalten. So können Besucher die Natur im Wechsel der Jahreszeiten beobachten und sich ihr in einem ruhigen, kontrollierten Rahmen nähern.


Weitere Informationen finden Sie unter: https://visitestonia.com/en

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